MusikPraxis
WICHTIGE INFORMATION für die NEUANMELDUNGEN
für Schuljahr 2011/2012

Der Musikpraxisbereich an der Marienschule wurde seit dem letzten Jahr aufgrund der großen Nachfrage weiter ausgebaut. Bei der Anmeldung können Sie zwischen dem Modell der Bläserklasse und der Chorklasse wählen.
Der große Wunsch der Schülerinnen im Unterricht mehr zu singen, wohl auch als Konsequenz der vielen singenden Grundschulen in Münster, hat uns veranlasst, eine Chorklasse einzurichten. Sie besteht nun seit einem Jahr an der Schule. Die Kinder bekommen neben den Chorstunden im Klassenverband Gruppenunterricht im Fach Stimmbildung, der durch die Westfälische Schule für Musik betreut wird.
Die Bläserklasse läuft im fünften Jahr an der Schule. Im Klassenverband lernen die Kinder der Klassen 5 und 6 ein Orchester-Blasinstrument. Möglich wird dies auch durch die Kooperation mit der Musikschule Nienberge, deren Instrumentalpädagogen die Schülerinnen in Kleingruppen zusätzlich zum Unterricht betreuen.
Auch im nächsten Schuljahr werden bei uns diese besonderen Formen des Klassenmusizierens im Musikunterricht angeboten!
Haben Sie Fragen? Mailen Sie uns!
Seit 2007 bietet die Marienschule diese musikpraktisch basierte Unterrichtsform für die Klassen 5 und 6 an. Vier Jahrgangsstufen mit insgesamt über 120 Schülerinnen lernen zurzeit in ihrem Musikunterricht ein Instrument für das Blasorchester, oder bekommen Stimmbildung um so Ihre Stimme besser kennen zu lernen und erfahren so musikalische Inhalte „am lebenden Objekt“.
Wie funktioniert Musik PRAXIS ?
Bei der Anmeldung an der Marienschule hat jede Schülerin die Möglichkeit, den musikpraktischen Zweig mit anzuwählen. Man wählt nur das Unterrichtsmodell der Chorklasse oder der Bläserklasse selbst an, nicht das Instrument.
Die Bläserklasse richtet sich an solche neuen Sextanerinnen, die bisher noch kein Instrument spielen, denn MusikPraxis startet bei Null, und alle lernen alles zusammen. Auch für die Chorklasse sind keine Vorkenntnisse nötig.
Die Zuteilung in den musikpraktischen Zweig erfolgt dann meist klassenübergreifend, wie das folgende Schema zeigt:

Informationen für die Bläserklasse:
Wie kommt mein Kind zu seinem Musik PRAXIS -Instrument?
Zunächst probieren alle Schülerinnen das gesamte Instrumentarium des Blasorchesters aus, das sind bei uns derzeit folgende Instrumente:
Holzbläser: Querflöte, Klarinette, Altsaxophon
Blechbläser: Trompete, Posaune
Rhythmusgruppe: Schlagzeug + Percussion, E-Bass
Nach dieser Vorstellungsphase kann die Schülerin nun ihre Favoriten wählen („Du hast 3 Wünsche frei“) und wird hierbei von den Lehrkräften beratend unterstützt. Nach den Ergebnissen dieses Instrumentenzirkels erfolgt dann die Zuteilung der Unterrichtsinstrumente, wobei erstens die individuell erkennbaren Begabungen berücksichtigt werden, und zweitens damit ein funktionierendes Orchester gebildet werden kann.
Was beinhaltet der Stimmbildungsunterricht?
Der Stimmbildungsunterricht findet in kleinen Gruppen statt. Die Schülerinnen lernen dort Ihre Stimme näher kennen. Dabei geht es nicht nur um den richtigen sängerischen Umgang mit der Stimme, sondern auch um die Fragen, wie sie aufgebaut ist und wie der Stimmapparat funktioniert. Körperhaltung, Artikulation und Stimmpflege sind damit ebenso inbegriffen. In diesem Unterricht steht der gesunde Umgang mit der Stimme im Vordergrund. Die Stimmbildnerinnen stehen dabei im ständigen Kontakt zu den Lehrern der Schule, um so gemeinsam gegebenenfalls individuelle Stimmprobleme zu beheben. Die Freude am Singen kann so ideal gefördert werden und im gemeinsamen Singen wird sie zusätzlich erlebbar.
Wie viel Zeit erfordert Musik PRAXIS ?
Der Musikunterricht selbst steht wie gewöhnlich mit zwei Wochenstunden in der Stundentafel. Hinzu kommt der 45minütige Kleingruppenunterricht, der im Anschluss an den Schulunterricht in Gruppen von ca. 4-6 Schülerinnen stattfindet. In diesem Unterricht findet der Instrumentalunterricht, oder die Stimmbildung statt. Für die Bläserklassen sollte man auch eine tägliche individuelle Übezeit von etwa einer halben Stunde einrechnen.
Wer unterrichtet Musik PRAXIS ?
Frau Baumeister und Herr Laumann haben in speziellen Lehrgängen die fachlichen Qualifikationen für das Unterrichten musikpraktischer Klassen erworben und betreuen die Bläserklassen an der Marienschule. Herr Lembeck, der sich im Bereich der Kinder und Jugendchorleitung spezialisiert hat, betreut die Chorklasse.
Der Stimmbildungsunterricht wird in Kooperation mit der Westfälischen Schule für Musik erteilt. Die große Erfahrung der Gesangslehrerinnen, die auch das Projekt „Jedem Kind seine Stimme“ mitbetreuen, bereichert den Unterricht auf eine besondere Art und Weise.
Der zusätzliche Instrumentalunterricht in Gruppen wird von den Instrumentalpädagogen der Musikschule Nienberge erteilt, die ihrerseits viel Engagement und eine Menge Erfahrung mitbringen. Herr Laumann arbeitet nach der Teilnahme an mehreren speziellen Fortbildungen inzwischen mit den Schülerinnen ab Klasse 7 im Bereich für „Fortgeschrittene“.
Was kostet Musik PRAXIS ?
Der Basiskurs läuft über 2 Jahre (Klassen 5 +6). Der Monatsbeitrag für die Bläserklasse beläuft sich derzeit auf 43 € und beinhaltet folgende Leistungen:
Instrumentalunterricht in der Kleingruppe, 1mal in der Woche
Miete für das gestellte Instrument
Instrumentenversicherung
Der Monatsbeitrag für die Chorklasse beträgt derzeit 27€ und beinhaltet den wöchentichen Kleingruppenunterricht (45 Minuten), der durch die Westfälische Schule für Musik erteilt wird.
Erfahrungen mit Musik PRAXIS
Wir sind von unserem Unterrichtsmodell überzeugt, weil wir in unseren laufenden Kursen sehr positive Erfahrungen gemacht haben:
Die Erfahrung, Musik im Team zu erfahren und zu erlernen, motiviert ungemein. Es hat bei über 120 Schülerinnen im Bereich der Klassen 5 und 6 bisher keine einzige Aussteigerin gegeben. Musik spielt man am liebsten miteinander, nicht allein!
Trockene Musiktheorie, Notenlehre, Instrumentenkunde, Musikgeschichte, Stilkunde – dies alles wird spannend, weil man es jetzt selbst erlebtund erspielt. Die Teilnehmerinnen zeigen viel bessere Lernergebnisse auf diesen Gebieten. Das Hören ist eine wichtige musikalische Kompetenz, und aus ihr erwächst auch die Fähigkeit zum Hinhören, zum Zuhören. Soziale Kompetenz wird gefördert. Gemeinsame Konzerte stehen von Anfang an mit auf dem Programm. Schon die Anfängerinnen stehen nach wenigen Monaten auf der Bühne – gemeinsam erarbeiteter Erfolg, der das Selbstwertgefühl der Gruppe und des Individuums stärkt.
Musikpraxis bietet vielfältige Möglichkeiten zur Kooperation mit anderen Fächern und Bereichen. Unsere Schülerinnen verbinden Musik und Fremdsprachen, Tanz, Theater. Sie gestalten Gottesdienste, Wettbewerbe, Klassenfeste.
Hier beginnt Kulturkompetenz!
Fast alle Teilnehmerinnen des im Sommer auslaufenden Jahrgangs haben bereits ihren Entschluss bekundet, MusikPraxis auch in Klasse 7 weiter belegen zu wollen, dann mit einem eigenen Instrument. Wir freuen uns über diese Bestätigung unserer Arbeit.
Perspektiven
Das Unterrichtsmodell MusikPraxis hat natürlich das Ziel, Schülerinnen langfristig an musikalische Aktivitäten heranzuführen, weshalb die Angebote der Marienschule bereits jetzt weitere Altersstufen in den Blick nehmen.
Die 6. Klasse MusikPraxis-Bläserklasse schließt mit einer instrumentalpraktischen und theoretischen Prüfung ab, die gleichzeitig als Eignungstest für Neuinteressentinnen durchgeführt wird, die anderweitig ein Instrument erlernt haben. Die Klasse 7 hat diese Basisausbildung mit dem Ende des Schuljahres 2009/10 abgeschlossen und fast geschlossen MusikPraxis weiter belegt. Zudem sind Schülerinnen aus den Parallelklassenhinzu gekommen und bereichern den Orchesterklang mit z.T. neuen Klangfarben wie Fagott oder Tenorhorn.
Ebenso soll die Chorklasse weitergeführt werden, um die wichtigen Grundlagen weiter auszubauen. Die Schülerinnen werden so an den mehrstimmigen Gesang herangeführt und lernen das breite Spektrum der Vokalmusik kennen. Dieses umfasst sowohl die Musik, die den Schülerinnen alltäglich begegnet, als auch Musikbereiche, die es noch zu erschließen gilt.
Dieses unterrichtliche Konzept der Marienschule zielt natürlich auch auf das außerunterrichtliche Ziel jedes jungen Musikers ab: Spielen in einem symphonischen Blasorchester, einer Big Band, oder das gemeinsame Singen in einem Chor/Vokalensemble. Wir wollen unseren Schülerinnen hierfür das nötige Wissen und Können vermitteln und ihnen Spielmöglichkeiten eröffnen, mit dem Ziel, Spaß an der Musik zu haben. Deshalb sollen ab dem nächsten Schuljahr die Schülerinnen ab Klasse 8 das neue Schulorchester bilden, so dass alle Schülerinnen der MusikPraxis eine instrumentalmusikalische Perspektive an der Marienschule haben.
Mittelfristig
Unterrichtlich sind weitere Angebote wie ein Differenzierungsangebot in der Mittelstufe, z.B. im AG-Bereich, denkbar. Hierdurch würde auch die spätere Wahl des Faches Musik in der Oberstufe sicherlich begünstigt. Über Realisierungsmöglichkeiten und thematische Ausgestaltung muss sicherlich noch nachgedacht werden. Für die Oberstufe ist dann auch eine weitere Ausdifferenzierung des musikpraktischen Angebotes geplant, sei es als Orchester, als Big Band, oder als Vokalensemble. Entscheidend bleibt, dass Mädchen in der Lage sind, die ganze Bandbreite musikalischer Kreativität zu erfahren und abzubilden.
Zu diesem Modell gibt es auch ein informatives Faltblatt der Fachschaft Musik - erhältlich am Informationsabend in der Schule oder