Beruforientierung
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Berufsorientierung an der Marienschule
Inhaltsverzeichnis:
- Vorwort
- Berufsorientierung in der Ausrichtung auf das „Leitbild für die katholischen Schulen im Bistum Münster
- Kompetenzen
- Angebote der Marienschule im Bereich der Berufsorientierung
- Übersicht über die Angebote der Marienschule
- Vorwort:
„Schule leistet in Erfüllung ihres Bildungsauftrags nicht nur einen entscheidenden Beitrag zur Handlungsfähigkeit des jungen Menschen, sie trägt auf diesem Weg auch zu seiner Qualifizierung für die Wahrnehmung von Aufgaben in Gesellschaft und Beruf bei…“
„Schule ist dazu da, damit das Leben gelingt“
In diesem Sinne ist der Bereich Berufsorientierung an der Marienschule seit vielen Jahren fest verankert und wird permanent ausgebaut und auf die Anforderungen – z.B. Abitur 2013 – hin ausgerichtet.
- Berufsorientierung in der Ausrichtung auf das „Leitbild für die katholischen Schulen im Bistum Münster
Das „Leitbild für die katholischen Schulen im Bistum Münster“ dient hierbei als Orientierung und Maßstab für die Angebote und Maßnahmen der Marienschule. Für den Bereich Berufsorientierung sind in diesem Rahmen u.a. folgende Aussagen wichtig:
- „Als soziales Wesen lebt der Mensch in Beziehungen. Die Begegnung mit anderen ruft ihn auf, Verantwortung für seine Entwicklung, für die der anderen und das Zusammenleben mit ihnen zu übernehmen.“
- „Zu beachten sind dabei neben seinen kognitiven Möglichkeiten die vielfältigen anderen Talente, etwa handwerklich-technischer, musisch-ästhetischer und motorischer Art. Personale Bildung als Ziel des schulischen Erziehungsprozesses ist angewiesen auf Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Sie zeigt sich in gewissenhaftem Urteilen, das die Voraussetzung für eigenverantwortliches Entscheiden und Handeln bildet. Erziehung, die zu solcher Bildung führt, ist Aufforderung zur Selbsttätigkeit, sie regt zum Finden je eigener Ziele, d.h. zu persönlichen Lebensentwürfen an, in denen die Verantwortung für das Zusammenleben mit anderen, für die Welt und gegenüber Gott nicht außer Acht gelassen wird.“
- „Erlebnisse und Erfahrungen, die die einzelnen Schülerinnen [..] in der Begegnung mit Gästen in ihrer Schule und an außerschulischen Lernorten gesammelt haben, werden in den Unterricht integriert und gemeinsam in der pädagogisch vorbereiteten Umgebung der Schule bearbeitet und ausgewertet.“
- „…ist das Lernen immer wieder in Zusammenhänge zu stellen und dadurch fehlender Erfahrungsbezug einzuholen. Gerade die Einbeziehung außerschulischer Lernorte bietet hierzu vielfältige Möglichkeiten.“
- „Insbesondere in unserer Berufsgesellschaft werden die persönliche Leistung und die Qualifikation des Einzelnen als maßgebliche Kriterien für die Zuteilung von Chancen und Positionen angesehen [..] Dementsprechend sollten die Lernarrangements im Unterricht so gestaltet werden, dass sie an die Lernvoraussetzungen anschließen, die Schüler motivieren und deren Interessen und individuelle Begabungen fördern.“
- „Das Prinzip der Selbsttätigkeit und das Ziel der Kooperationsfähigkeit sind bei der Gestaltung und Organisation des Unterrichts ständig zu beachten. Besondere Chancen können hier Formen des offenen Unterrichts bieten.
- Solche Formen sind innerhalb der Schule beispielsweise Freiarbeit, Projektarbeit oder Phasen selbst organisierten Lernens. In diesem Zusammenhang ist auf die Bedeutung außerschulischer Lernorte hinzuweisen. Praktika und Exkursionen bilden unverzichtbare Bestandteile schulischer Bildung.“
zu a. Der Aspekt der Verantwortung für sich selbst und andere ist im Unterricht der Marienschule fest verankert. Die Kompetenzen der Schülerinnen werden anerkannt, gefördert und gefordert. Für die Beratung stehen Lehrer, ausgebildete Beratungslehrerinnen und außerschulische Personen (z.B. Agentur für Arbeit) den Schülerinnen zur Seite.
zu b. In verschiedenen Unterrichtsfächern – besonders aber in den Fächern Politik und Sobi – wird es Schülerinnen durch Selbsteinschätzung (meine Stärken und Fähigkeiten) und Fremdeinschätzung durch Mitschülerinnen und Eltern ermöglicht, ein eigenes, persönliches Profil zu ermitteln. Dieses dient als Hilfe bei der Entscheidung für einen bestimmten Beruf oder ein Berufsfeld.
zu c und d. Die Marienschule kooperiert mit der Agentur für Arbeit, der WWU Münster, der BEK, der Uni Twente und der Sparkasse Münsterland Ost, außerdem werden weitere außerschulische Einrichtungen und Personen in die Berufsorientierung eingebunden. Die jeweiligen Veranstaltungen werden in der Schule vor- und nachbereitet. Erfahrungen der Schülerinnen werden im Klassenverband oder in Gruppen ausgewertet und teilweise in Ausstellungen (Plakate) oder in Form eines Workshops anderen Schülerinnen zur Orientierung zur Verfügung gestellt.
zu e und f. Die Marienschule hat als wesentliche Grundlage das Fördern und Fordern. Die Schülerinnen bekommen in diesem Rahmen die Möglichkeit, ihre persönlichen Fähigkeiten möglichst optimal zu nutzen und einzusetzen.
In diesem Rahmen spielen auch Wettbewerbe – hier beteiligt sich die Marienschule sehr umfangreich in den unterschiedlichsten Fächern – eine gewichtige Rolle. Für die Berufsorientierung sind hierbei besonders folgende Wettbewerbe zu nennen:
- Bizz4u è Schülerinnen erstellen ein Projekt für einen münsterschen Betrieb
- Gründerpreis è Gründung einer eigenen Firma und Erarbeitung einer Verkaufsidee
- Planspiel Börse
Die Beteiligung am Girl´s Day und Praktika eröffnen den Schülerinnen weitere Möglichkeiten, ihre Interessen, Fähigkeiten und Chancen zu ermitteln, um auf dieser Basis eine Studiums- oder Berufswahl vorzunehmen.
- Kompetenzen
Die Berufsorientierung soll es den Schülerinnen ermöglichen, am Ende ihrer Schullaufbahn einerseits eine möglichst klare Vorstellung ihrer Fähigkeiten und Stärken zu haben, andererseits die Anforderungen einer Ausbildung oder eines Studiums einschätzen zu können und auf dieser Basis eine für sie geeignete und aussichtsreiche Wahl des Studiums oder Berufes vorzunehmen. Hierzu dient die Erlangung unterschiedlicher Kompetenzen, welche in den unterschiedlichen Jahrgangsstufen aufbauend erworben werden.
Jg. 6: Sammeln und dokumentieren von Unterlagen und erworbener Fertigkeiten (Berufswahlpass)
Jg. 7: Ermittlung eines persönlichen Profils; Arbeit mit Lernvereinbarungen; Verantwortung für andere übernehmen
Jg. 8: Erkundung der Anforderung eines Betriebes, Auswertung von Erfahrungen in einem Betrieb (Girl´s Day)
Jg. 9: Bewerbungsschreiben und Lebenslauf erstellen; Auswertung anderer Lebensläufe und Bewerbungsschreiben hinsichtlich Form, Inhalt, optischer Darstellung ..; mit Internetprogrammen zur Berufswahlvorbereitung arbeiten; Informationen zu Berufen und Berufsfeldern sammeln und bezüglich des eigenen Profils einzuordnen (Inwieweit ist dieser Beruf u.U. für mich geeignet/kommt er meinen Fähigkeiten entgegen?)
Einf.: auf Basis des persönlichen Profils ein Studienfach bzw. eine Arbeitsstelle für das DOP wählen; Auswertung der Erfahrungen und Hinterfragung bzgl. der eigenen Lebensplanung; Informationen zu unterschiedlichen Wegen nach dem Schulabschluss einholen und bzgl. eigener Fähigkeiten und Interessen hinterfragen; Festlegung eigener Ziele; Prüfung möglicher Alternativen; Information über Zugangsberechtigungen; Fristen, etc.
Qual.: eigene Stärken und Schwächen erkennen und auf dieser Basis Entscheidung für Studium oder Beruf fällen können; Information und Auswertung über Chancen und Risiken verschiedener Berufe oder Berufsfelder erkunden; Erkennen der eigenen Verantwortung für sich und andere Menschen/Umwelt
- Angebote der Marienschule im Bereich der Berufsorientierung
Die Berufsorientierung an der Marienschule beginnt mit der Jahrgangsstufe 6. Hier wird zu Schuljahresbeginn der Berufswahlpass eingeführt. Im ersten Jahr dient er lediglich dazu, erworbene Dokumente (Zeugnisse, Zertifikate) geordnet abzulegen.
In der Jahrgangsstufe 7 wird dann im Rahmen des Politikunterrichts mit Hilfe des Berufswahlpasses ein erstes persönliches Profil ermittelt. Hierbei müssen sich die Schülerinnen einerseits selbst einschätzen, andererseits sollen Mitschülerinnen und Eltern diese Ergebnisse ergänzen.
Der Girl´s Day in der Jahrgangsstufe 8 ist für alle Schülerinnen verpflichtend. Er wird durch den Berufswahlkoordinator, die Klassenlehrer(innen) und im Rahmen des Faches Politik vor- und auch nachbereitet. Die Schülerinnen organisieren ihre Arbeitsplätze selbst. Angebote und Formulare stehen im Internet.
In der Differenzierung Sobi erstellen die Schülerinnen eine schriftliche Arbeit (anstelle einer Klausur) – meine Erwartungen, meine Erfahrungen im Betrieb, was hat mir der Girl´s Day gebracht? Habe ich erste Eindrücke für einen möglichen Berufswunsch erhalten?
In der Jahrgangsstufe 9 wird im Rahmen des Deutschunterrichts und durch Referenten der Sparkasse Münsterland Ost das Thema Bewerbung und Lebenslauf behandelt. Die Schülerinnen lernen, wie man beides erstellt, worauf man achten sollte, welche Informationen wichtig sind.
Im BIZ können sie sich dann mit speziellen Computerprogrammen zur Berufsinformation und Berufsfindung mit verschiedenen Berufen auseinandersetzen. Ein kleiner Berufstest gibt ihnen hierbei einige Aufschlüsse über ihre Fähigkeiten und Neigungen.
Der Politikunterricht behandelt ergänzend das Thema Beruf und Betrieb. Wie schon in Klasse 7, wird wiederum ein Persönlichkeitsprofil erstellt. Die Schülerinnen können ihre Ergebnisse mit denen von vor zwei Jahren vergleichen. Auf dieser Basis bewerben sich die Schülerinnen fiktiv für einen von ihnen selbst ausgesuchten Arbeitsplatz, wobei auch ein Vorstellungsgespräch simuliert und besprochen wird. Es besteht die Möglichkeit an einer Wettbewerbsteilnahme für interessierte Schülerinnen. Diese ist im Bereich der Differenzierung Sobi obligatorisch. Hier können die Schülerinnen ihre gemachten Erfahrungen einbringen (Existenzgründung, Projekt für eine Firma…).
In der Einführungsphase der Oberstufe bietet die Agentur für Arbeit in Einzelgesprächen den Schülerinnen die Möglichkeit, sich über Berufe und Berufsfelder zu informieren.
Aus einem breit gefächerten Angebot können die Schülerinnen zwei Fächer an der WWU oder Fachhochschule im Rahmen des DOP auswählen. Zusätzlich steht in der zweiten Woche ein Betriebspraktikum an. Die Ergebnisse werden an einem anschließenden Reflexionstag besprochen und ausgewertet.
Für eine Gruppe von ca. 10 Schülerinnen besteht zudem ein Nachmittagsangebot zum Thema: „Steigerung des Selbstbewusstseins“ und sicheres Auftreten (z.B. im Bewerbungsgespräch).
In der Qualifikationsphase werden den Schülerinnen weitere Angebote unterbreitet. Die Agentur für Arbeit bietet einen obligatorischen Test in verschiedenen Bereichen mit anschließender Einzelberatung für die Qualifikationsphase 1 an. Hier können die Schülerinnen konkret prüfen, ob der von ihnen gewünschte Studienbereich für sie sinnvoll oder weniger geeignet ist. Das Sozialpraktikum ermöglicht zusätzlich zu seinem eigentlichen Sinn eine weitere Einsicht in einen Beruf. Primär sollen hier zwar soziale Kompetenzen vermittelt werden, jedoch spielt auch berufliche Kompetenz durchaus eine Rolle.
Für eine kleinere Gruppe bietet die BEK ein Assessmentcenter an. Hier können die Schülerinnen eigene Fähigkeiten, bes. Teamfähigkeit, Einbringung von Ideen, Selbstbewusstsein… erproben.
Durch die Universität Twente wird in der Qualifikationsphase 2 den Schülerinnen eine mögliche Alternative zu einem Studium an einer deutschen Universität aufgezeigt. Dieses könnte besonders für den Doppeljahrgang 2011 von großer Bedeutung sein.
- Übersicht über die Angebote der Marienschule
Jg. |
Angebot |
Durchführung |
6 |
- Einführung Berufswahlpass Phase 1 |
Schule (Berufskoordinator) |
7 |
- Einführung Berufswahlpass Phase 2 |
Schule (Politik) |
8 |
- Girls Day |
Schule |
9 |
- BIZ-Besuch: Informationen zu Berufsfeldern und Berufen |
Agentur für Arbeit Sparkasse |
EF |
- Berufsinformation |
Agentur für Arbeit |
Qual |
- monatliche Beratungsangebote |
Agentur für Arbeit |
Herbst 2011: Einrichtung eines Berufsorientierungsbüros (bes. für Schülerinnen der Oberstufe)
Quellen: