In der vergangenen Woche bekamen wir im Philosophiekurs von Frau Heidemann besonderen Besuch: Khadra Ali Mohamed informierte über FGM, die immer noch weit verbreitete Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung, von der auch in Deutschland mehr als 100 000 Frauen betroffen sind. Zuvor hatten wir uns intensiv mit dem Kulturrelativismus beschäftigt und der Frage, ob bestimmte Werte und Regeln für alle Kulturen gelten sollen.
Khadra gab als Betroffene bewegende Einblicke in ihr Leben, klärte auf und ermutigte uns, für weibliche Rechte einzustehen: “Ihr werdet später vielleicht Ärztinnen, Erzieherinnen oder Sozialarbeiterinnen und könnt helfen, dass Mädchen dieses Schicksal nicht durchmachen müssen.”
Alle zeigten sich tief bewegt – von der Relevanz des Themas auch bei uns in Münster und besonders von Khadras beeindruckender Persönlichkeit und lebensbejahender Haltung. Ein Besuch, der lange nachklingt. Danke, Khadra!


