"Wird nicht immer Winter sein"

Konzert der Marienschule mit Liedern aus einem norwegischen Gefangenenlager am 13. Juni in der Petri-Kirche

Am 13. Juni 2019 wird der Instrumentalpraktische Kurs und der Projektkurs Geschichte der Q1 der Marienschule in der Petri-Kirche ein außergewöhnliches Konzert geben. Im Zentrum stehen Lieder des norwegischen Lehrers, Komponisten und Kirchenmusikers Gunnar Kjeldaas (1890-1963), die er komponierte, als er während der NS-Besatzung Norwegens (1940-45) über mehrere Monate in einem Gefangenenlager bei Kirkenes (Elvenes, jenseits des Polarkreises) interniert war und die er dort mit seinen Mitgefangenen aufgeführt hat.

Nicht nur die Lebensgeschichte von Gunnar Kjeldaas ist außergewöhnlich, sondern auch seine Musik. Denn er hatte in den frühen 1920er Jahren in Leipzig Komposition studiert, so dass seine Lieder aus dem Gefangenenlager Elvenes sehr schlicht, eindrucksvoll und zugleich kunstvoll gearbeitet sind. In Kooperation mit Professor Custodis vom Institut für Musikwissenschaft der WWU Münster haben sich die Schülerinnen des Instrumentalkurses und des Projektkurses den Liedern angenommen und die Geschichte rund um die Entstehung erarbeitet. Daraus hat sich ein eigenes Konzertprojekt zur Vergegenwärtigung von deutsch-norwegischer Geschichte entwickelt, das am 13. Juni 2019 ab 19.30 Uhr in der Petri-Kirche zu erleben sein wird.

Der Versöhnungsgedanke, der für dieses Thema besonders wichtig ist, wird dadurch unterstrichen, dass Anna-Ma Kjeldaas, die Enkelin von Gunnar Kjeldaas, zum Konzert nach Münster kommt und den Schülerinnen der Marienschule zusätzlich in Gesprächen ihre Erfahrungen und Erinnerungen zur Musik und Lebensgeschichte ihres Großvaters vermitteln wird.
 

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