Mädchenbildung an der Marienschule

Wenn für die Schülerinnen der Marienschule der Schulalltag zum Lebensalltag wird, weil sich die Verweildauer im Vergleich zur Grundschule punktuell erhöht, ergibt sich die Forderung über den Schulalltag in mädchenspezifischer Weise nachzudenken, was soziale, motivationale und emotionale Faktoren betrifft, die die individuelle Persönlichkeitsbildung und den Lernerfolg jeder Schülerin bedingen.

Unter dem Auftrag Mädchen stärken und bestärken hat die Marienschule unterschiedliche Tätigkeitsfelder geschaffen, in denen die Schülerinnen sich (begleitet) bilden. Darüber hinaus stellen die zu bewältigenden Entwicklungsaufgaben Jugendliche vor große Herausforderungen, in digitalen und analogen Welten gleichermaßen. Ihnen dafür ein Unterstützungssystem zur Verfügung zu stellen und auch eine christliche Werthaltung anzubieten, ist eine zentrale Aufgaben von Mädchenbildung an der Marienschule. Die Schülerinnen sollen sich als aktive Konstrukteure  ihrer sozialen Wirklichkeit verstehen, um selbstverantwortlich und in Verantwortung für Mitmenschen handeln zu können.

Die einzelne Schülerin in ihrer gesamten Persönlichkeit in den Blick zu nehmen, sie auf dem Weg der Persönlich­keitsbildung zu begleiten und sie zu ihren fachspezifischen Stärken zu ermutigen, ist ein Weg zur Selbststeuerung in individuellen Bildungsprozessen. Ein möglicher Schwerpunkt liegt dabei darin, Schülerinnen auf dieser Basis für ihre Begabungsselbstbilder zu sensibilisieren.

Mädchenbildung ist ein ganzheitlicher und interdisziplinärer Prozess, der in heterogenen Lebensräumen der Schülerinnen zum Tragen kommt. In diesem Bildungsraum stärkt die Marienschule die Schülerinnen für ihren Schulalltag und alle damit einhergehenden Bildungs- und Entwicklungsprozesse und bestärkt sie darin, auf bereits Erreichtes zu schauen und sich Neuem zuzuwenden. Somit wird Schule zu einem Lebensraum für individuelle Persönlichkeiten, selbstbewusste Lerner und starke Mädchen, die ihren eigenen Lebensweg in und außerhalb der Schule steuern, positive Selbstbilder schaffen, Bindungen generieren, um in ihrem ganzheitlichen Ausdruck persönlich zu sein.

Ansprechpartnerin: Kristin Völlmicke (OStR i.K.)