Mensch-Natur-Umwelt

Mit den eigenen Händen anfassen, ausprobieren, experimentieren, in Gruppen fächerübergreifend naturwissenschaftlichen Fragestellungen nachgehen und nach Erklärungen suchen – das macht den Mensch-Natur-Umwelt-Unterricht an der Marienschule aus!

 

Das MNU-Profil erleichtert den Einstieg in die Naturwissenschaften und fördert mit seiner Ausrichtung auf das naturwissenschaftlich-mathematische Denken und Lernen Kompetenzen wie Beobachtungsgabe, Kreativität, Initiative und Durchhaltevermögen, die für die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen über diese Fächer hinaus von Bedeutung sind.

 

 

Ziele und Arbeitsformen

Im Teamteaching durch eine Biologie- und Physiklehrkraft ermöglichen wir hier fächerübergreifendes naturwissenschaftliches Arbeiten, das biologische, physikalische und einige chemische Fragestellungen so vernetzt, dass es den Schülerinnen ein tiefgreifendes Verständnis der wechselseitigen Zusammenhänge in der Natur eröffnet. Dieser ganzheitliche Zugang fördert nachweislich den Lernprozess, insbesondere bei Mädchen. Forschend-entdeckendes Lernen und selbstständiges Experimentieren in sinnstiftenden Kontexten stehen dabei im Fokus des Unterrichts.

 

Experimentelle Kreativ-Werkstätten unterstützen die Kreativität und das Durchhaltevermögen bei der Entwicklung eigener Forschungsarbeiten und naturwissenschaftlicher Werkstücke. Die Bildung von wechselnden Forscherinnen-Teams fördert dabei die Entwicklung von Initiativbereitschaft, Selbstständigkeit und Sozialkompetenz bei den Schülerinnen in kooperativen Arbeitsformen.

 

Neben fachlichen Inhalten erfahren sie auch, dass wir Menschen die Natur mitgestalten und für die Umwelt Verantwortung tragen. Zur Förderung von Umwelt-Kompetenz gehört einerseits der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen der Natur – auch im Unterricht, aber auch die Erfahrung, dass Naturwissenschaft eine Wirklichkeit außerhalb des Klassenraums ist und eine reale Bedeutung für unsere Gesellschaft besitzt. In diesem Sinne dienen naturwissenschaftliche Exkursionen und Expertengespräche der Öffnung von Schule in die Gesellschaft. Zum festen Bestandteil dieses Profils gehört deshalb die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern wie dem MExLab ExperiMINTe der Universität Münster oder Exkursionen zum Allwetterzoo, in die Waldschule...

 

 

Organisatorischer Rahmen

 

Im MNU-Profil führen wir in den Jahrgangsstufen 5 und 6 (Erprobungsstufe) das Fach Mensch-Natur-Umwelt mit insgesamt vier Wochenstunden  in enger Kooperation durch eine Biologie- und Physiklehrkraft durch.

 

In der Jahrgangsstufe 5 steht die Einführung in das naturwissenschaftliche Arbeiten im Vordergrund. Die Schülerinnen lernen eigenständig zu experimentieren (Versuche durchführen, protokollieren und präsentieren), Daten und Strukturen in Beziehung zu setzen, eigene Fragestellungen zu formulieren und erste Werkstücke erstellen. Besondere Highlights bilden neben den Exkursionen in den Zoo, in die Wind-Werkstatt an der Universität und das Planetarium der Wärmedämmungswettbewerb,  die Mikroskopier-Werkstatt (Foto), der Bau von Planetenmodellen und die Erstellung eines Pflanzen-Tagebuchs.

 

In der Jahrgangsstufe 6 setzen sich die Schülerinnen in verschiedenen Werkstätten bereits mit komplexeren Fragestellungen auseinander. Hier geht es u.a. um das Thema Vogelzug (Foto), Gesunde Ernährung, Menschliches Hören und Sehen, Elektrizität und Erneuerbare Energien, uvm. . Am Ende dieses Schuljahres haben die Schülerinnen Gelegenheit im Rahmen der MNU-Tage noch einmal ausgiebig zu forschen: beim Besuch der Waldschule und bei einem Forschertag an der Universität zum Thema „Licht und Farbe“!

 

Ab  Klasse 7 unterrichten wir die naturwissenschaftlichen Fächer fachgebunden. Die wissenschaftlichen Fragestellungen werden in den Fächern Physik, Chemie und Biologie  fachspezifisch vertieft und die Schülerinnen können ihre experimentelle Erfahrung und Eigenständigkeit aus den ersten beiden Schuljahren einbringen und ausbauen. Persönliche Vorlieben, die sie in dieser Zeit entdeckt haben, können sie in Wettbewerben und Forscher-AGs weiterverfolgen (s.u.).

 

Im ersten Halbjahr der Klasse 8  greifen wir den Mensch-Natur-Umwelt-Unterricht in Form eines naturwissenschaftlichen Projektunterrichts wieder auf. Hier werden übergeordnete naturwissenschaftliche Themen, wie z.B. Bionik, zusätzlich zum Fachunterricht und diesen ergänzend unterrichtet. Dabei stehen das praktische Arbeiten und die eigenständige Annäherung und Dokumentation an die selbstgewählte Fragestellung besonders im Fokus.

 

Beispiele für verschiedene Unterrichtsprojekte finden sich hier:  Fachschaft Mensch-Natur-Umwelt

 

 

Im Rahmen des Wahlpflichtbereiches der Jahrgangsstufen 9 und10 haben die Schülerinnen die Möglichkeit das Wahlfach „Naturwissenschaften“ anzuwählen, dass den Fächerkanon Informatik-Biochemie-Erneuerbare Energien umfasst.

Am Ende der Mittelstufe entscheiden die Schülerinnen über ihre weitere Schullaufbahn – wie allen Schülerinnen stehen ihnen sämtliche Wahlmöglichkeiten der gymnasialen Oberstufe offen. Im MINT-Bereich können sie Kurse in folgenden Fächern belegen:  Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Informatik.

Die Fortsetzung einer MINT-Laufbahn in der Oberstufe bietet den Schülerinnen die Möglichkeit ihre mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzen zu optimieren. Sie können damit Voraussetzungen erwerben, die für ihre weitere berufliche Entwicklung von besonderem Vorteil sein können, da Mathematikerinnen, Informatikerinnen und Naturwissenschaftlerinnen über analytische und innovative Fähigkeiten verfügen, die nicht nur in der wissenschaftlichen Forschung notwendig sind, sondern auch in vielen Unternehmen als Schlüsselkompetenzen nachgefragt werden.

 

 

Eine genaue Übersicht über die Verteilung der Unterrichtsstunden in der Mittelstufe im Mensch-Natur-Umwelt-Profil für G9-Schülerinnen kann noch nicht gegeben werden, da die Stundentafeln noch nicht vorliegen. Eine solche Übersicht wird an dieser Stelle sobald möglich ergänzt.

 

Wettbewerbe und Forscher-AGs

 

Parallel zu den Unterrichtsangeboten hat jede Schülerin die Möglichkeit, im Rahmen von Wettbewerben, wie z.B. “Schüler experimentieren – Jugend forscht“, „Jugend präsentiert“, „Informatik-Biber“ oder anderen fachspezifischen naturwissenschaftlichen Wettbewerben Prozesse in Natur und Technik eigenständig zu erkunden. Darüber hinaus können die Schülerinnen im Rahmen des 13+-Programms an Forscher-AGs wie der „Roboter-AG“ teilnehmen.

 

Eignung und Vorkenntnisse

 

Von den Mädchen, die sich für das Mensch-Natur-Umwelt-Profil entscheiden, erwarten wir keine besonderen naturwissenschaftlichen Vorkenntnisse. Wir ermöglichen jeder Schülerin einen Einstieg!

Die Schülerinnen sollten gerne kreativ arbeiten und sich für Fragen zu Natur, Mensch und Umwelt interessieren. Wichtig ist außerdem die Bereitschaft, mit anderen zusammen an verschiedenen Fragestellungen zu arbeiten.

Hier finden Sie den Flyer zum MNU-Profil

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