Religion

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I. Aufgaben und Ziele des Faches Religion

 

„Religion eröffnet einen eigenen Zugang zur Wirklichkeit, der durch keinen anderen Modus der Welterfahrung ersetzt werden kann.“[1]

 

Zur Bildung gehört das Nachdenken über letzte Fragen, über Ziele und Zwecke individuellen und gesellschaftlichen Handelns und über die Einheit der Wirklichkeit. Wir verstehen es als zentrale Aufgabe des Religionsunterrichts, Kindern und Jugendlichen einen verstehenden Zugang zu religiösen Weltdeutungen und Lebensweisen zu erschließen und sie zu verantwortlichem Denken und Handeln im Hinblick auf Religion und Glaube zu befähigen. Dadurch leistet der Religionsunterricht einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und Weltorientierung. Religiöse Bildung betont dabei die Würde des Einzelnen als von Gott geliebten Menschen, jenseits von etwaiger Funktionalität und Verwertbarkeit. Bildung im christlichen Kontext zielt auf die Verwirklichung der Bestimmung des Menschen zu einer von Gott gewollten Freiheit. Dieses Verständnis vom Menschen ist begründet in der Zuwendung und Selbstmitteilung Gottes in der Geschichte mit seinem Volk und in Jesus Christus, der in seinem Leben und seiner Verkündigung, in seinem Sterben und Auferstehen bezeugt, was Inhalt und Grund unseres Glaubens ist.[2]

 

„Schule, damit Jede ihr Ziel erreicht“[3]

 

Entsprechend des Leitbildes der Marienschule Münster trägt insbesondere der Religionsunterricht zur kritischen Reflexion geschlechter- und kulturstereotyper Zuordnungen, zur Werteerziehung, zur Empathie und Solidarität, zum Aufbau sozialer Verantwortung, zur Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft, zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen, auch für kommende Generationen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung, und zur kulturellen Mitgestaltung bei. Darüber hinaus leistet er einen Beitrag zur interkulturellen Verständigung, zur interdisziplinären Verknüpfung von Kompetenzen, auch mit gesellschafts-, sprach- und naturwissenschaftlichen Feldern, sowie zur Vorbereitung auf Ausbildung, Studium, Arbeit und Beruf.[4]

 

 

 

II. Religionsunterricht an der Marienschule Münster

 

Wie alle anderen Fächer ist das Fach Religion an der Marienschule Münster integrativer Bestandteil des schulischen Lebens und Lernens. Neben seinem Platz im pädagogischen Kanon setzt der Religionsunterricht auch besondere Akzente für den schulischen wie auch persönlichen Alltag. So sind zum Beispiel die wöchentlichen Stufengottesdienste, die besondere Gestaltung der verschiedenen Zeiten des Kirchenjahres, die Tage religiöser Orientierung sowie das Sozialpraktikum am Ende der Jahrgangsstufe 10 zentrale Elemente unseres Schullebens.

Entsprechend der Besonderheit einer Schule in bischöflicher Trägerschaft nehmen die Schülerinnen an der Marienschule durchgängig am Religionsunterricht der Klassen und Kurse der Jahrgangsstufen 5 bis Q2 teil. Der Religionsunterricht ist in der Stundentafel fest verankert und wird in allen Stufen in katholischer und evangelischer Prägung unterrichtet. In der Sek. I wird der Religionsunterricht zweistündig und in der Sek. II dreistündig erteilt.

 

 

 

III. Gottesdienste an der Marienschule Münster

 

Wir feiern an der Marienschule regelmäßig Gottesdienste. Dazu gehören die wöchentlichen Stufengottesdienste. Diese werden im Religionsunterricht von einzelnen Klassen oder Kursen vorbereitet und dann mit der gesamten Stufe in der Krypta der Antoniuskirche gefeiert. Daneben bilden die großen Schulgottesdienste zu den prägenden Zeiten und Ereignissen des Schul- bzw. Kirchenjahres einen weiteren zentralen Baustein des religiösen Schullebens. Auch diese Gottesdienste werden von den Schülerinnen in ihren Religionskursen vorbereitet und dann mit der gesamten Schulgemeinschaft in der Antoniuskirche gefeiert.

 

 

 

IV. Der Meditations- und Gebetsraum „Die Arche“

 

 

Seit 2003 verfügt die Marienschule über einen Meditations- und Gebetsraum, die sogenannte „Arche“, dessen Namensgebung aus einem Schülerinnenwettbewerb ermittelt wurde.

Dieser Raum wird vielfältig für unterrichtliche und außerunterrichtliche Betätigungen / Erfahrungen genutzt:

 

  • Den Lehrerinnen und Lehrern des Faches Religion steht die „Die Arche“ für alternative Unterrichtsgestaltung zur Verfügung, z.B. ganzheitliche Erfahrungen und Zugänge zu biblischen Texten, Bibliodrama, Meditationen, Begegnungsübungen.
  • Besondere Zeiten im Kirchenjahr wie die Adventszeit und die Fastenzeit werden in der Marienschule besonders gestaltet durch religiöse Angebote wie Frühschichten, Gottesdienste etc., die teilweise in der „Arche“ stattfinden.
  • In der Mittagspause an den langen Schultagen haben die Schülerinnen die Möglichkeit, unter Anleitung von Lehrerinnen / Lehrern Entspannungsübungen wahrzunehmen bzw. zu erlernen.

 

So ist die „Arche“ ein von den Schülerinnen gern aufgesuchter Raum der Ruhe, Besinnung, Selbsterfahrung und Begegnung.

 

 

 

V. Die Fachschaft

 

Fachvorsitz: Herr Grothus und Herr Niehaus

 


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[1] Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen. Die deutschen Bischöfe 80. Hrsg. vom Sekretariat

der Deutschen Bischofskonferenz. Bonn, 16. Februar 2005, S. 7.

[2] Vgl. Kernlehrplan für die Sekundarstufe II Gymnasium/Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen. Katholische Religionslehre, S. 11f.

[3] Siehe auch Leitbild der Marienschule

[4] Vgl. Kernlehrplan für die Sekundarstufe II Gymnasium/Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen. Katholische Religionslehre, S. 11.