100 Jahre Marienschule

Unser Jubiläumstag in Fotos von Peter Leßmann

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Am Montag, den 28. März 2022, begann das offizielle Jubiläumsjahr mit einer großen Auftaktveranstaltung. Die gesamte Schulgemeinde war zu einem Gottesdienst eingeladen, der in vier Kirchen in Münsters Innenstadt gleichzeitig stattfand. Den zentralen Gottesdienst feierte Weihbischof  Dr. Christoph Hegge ab 10:30 Uhr im St.-Paulus-Dom. In seiner Predigt bestärkte er die Schülerinnen, sich auf den Glauben, die Hoffnung und die Liebe zu verlassen. Wer die „Herzen abrüstet“ wirkt „entwaffnend“ auf andere. 

Im Anschluss trafen sich alle Gruppen gemeinsam auf dem Domplatz. Nach dem Lied „Lean on me“, gesungen von Christian Reick, grüßte Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp die Schülerinnen und überraschte mit seinem Wunsch, dass beim 150jährigen Jubiläum eine Vikarin, vielleicht eine ehemalige Marienschülerin, die Grußworte vor dem Dom sprechen könnte.

Um 13:30 Uhr waren Lehrkräfte, Schülerinnen und Gäste zu einem Festakt in der Aula der Marienschule mit anschließendem Empfang eingeladen. Nach dem Musikstück „Skyfall“ des instrumentalpraktischen Kurses der Marienschule dankte die Bürgermeisterin Angela Stähler der Marienschule, die mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur vielfältigen Münsteraner Schullandschaft leistet.

Judith Henke-Imgrund betonte als Vertreterin des Bistums Münster die Bedeutung der Mädchenschule, in der Mädchen und junge Frauen die Möglichkeit zur Entfaltung einer „eigenständigen Persönlichkeit durch Bildung und Teilhabe“ gegeben wird. Dies sei umso wichtiger in einer Zeit der unterschiedlichen Bezahlung von Frauen und Männern im Berufsleben.

In den Grußworten der Schulleiterin Marlies Baar, des Elternvertreters Gerald Müller und des Fördervereinsvertreters Dr. Stephan Müller wurde deutlich, wie die Schulgemeinde zusammensteht und der Geist der Marienschule für Individualität, Gemeinschaft und gegenseitiges Vertrauen steht. Auch die Schülervertreterinnen konnten dies bestätigen und betonten, dass Schülerinnen sich in der Marienschule „einfach wohl fühlen“ können.

Der Vertreter der Lehrkräfte der Marienschule, Dr. Christian Berkemeier, betonte, dass die Marienschule kein „kleiner katholischer Hippieladen im Südviertel“ ist. Allerdings zog er den Vergleich zu einem „Zoo aus Individualisten“ und betonte die Wichtigkeit von Toleranz und Akzeptanz, von Beharrlichkeit, Zuversichtlichkeit und Humor. Mit seiner Rede jagte er Prof. Monika Grütters einen kleinen Schreck ein, weil er, wie sie später, seine Rede auf Texte von David Foster Wallace gründete.  Trotzdem musste Frau Grütters ihre Rede nicht umschreiben. In einem kurzweiligen Vortrag lobte sie die Marienschule als Lern- und Lebensort, in dem ein undogmatischer und bodenständiger Katholizismus gelebt und Bildung als Herzensbildung verstanden wird. Mit vielen Anekdoten aus ihrer Schulzeit und direkter Ansprache ehemaliger Lehrerinnen und Mitschülerinnen im Publikum stellte sie die Marienschule als einem für sie sehr prägenden Ort dar. Frau Grütters betonte die Wichtigkeit der Frage, welche Rolle die Frau zukünftig in der katholischen Kirche spielen wird, als entscheidend für die Zukunft der Kirche insgesamt.

Das Programm wurde begleitet von verschiedenen musikalischen und performativen Einlagen durch Schülerinnen und Lehrkräfte der Marienschule. Thea Hofschulte las eine selbst geschriebene Geschichte vor, in der Mariella, das Schulgespenst, eine wichtige Entdeckung macht. Schülerinnen der Klasse 6D spielten einen Ausschnitt aus einem von Schülerinnen geschriebenen englischen Theaterstück und das Ensemble „artig“ zeigte einen Ausschnitt aus dem Stück „society’s Child“, das demnächst auf der „Theaterwoche Korbach“ zu sehen sein wird.

Im Anschluss gab es viel zu besprechen, zu lachen und zu erinnern, bei Häppchen und Getränken auf dem sonnendurchfluteten Sportplatz hinter der Aula.

Text: Hanna Schnieder

 

 

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