Fragen sie nicht!

Lehrertheater spielt "Die Spanische Fliege"

Jetzt mit Fotogalerie von Peter Leßmann!

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Endlich war es so weit! Am Donnerstagabend spielte das beliebte Lehrertheater der Marienschule zum ersten Mal „Die spanische Fliege“. Die Aufführung war schon für März 2020 geplant, doch der Lockdown setze der Produktion, wie dem Schulalltag, vorerst ein Ende. Im Herbst 2021 wurden die Proben wieder aufgenommen. Unter der Regie von Friederike Wistokat und Christian Reick hauchten Lehrer*innen und einige Schülerinnen der Komödie von Franz Arnold und Ernst Bach Leben ein.  In drei Akten wurde das Publikum mitgenommen auf eine Reise ins Haus der Familie Klinke, deren Vater Senf (Mostrich!) produziert, deren Tochter sich in den falschen Mann verliebt. Dieser  ist Rechtanwalt hat Kenntnis vom unehelichen Kind des Vaters. Oder auch nicht, denn alles ist anders als gedacht.

Die Mutter hingegen ist im Verein für Mutterschutz und die Cousine verliebt sich in den Mann, der doch für die Tochter des Hauses vorgesehen war. Diese absolute Verwirrung löste sich am Ende in Wohlgefallen auf, als alle ihr Happy End und natürlich den richtigen Mann bekommen.

Was das Highlight des Abend war lässt sich nur schwer sagen, es war alles so wunderbar überspitzt, selbstironisch, logisch und unlogisch zugleich. In einer Pause, eingeleitet von den Sekretärinnen der Firma Klinke, die mit aufblasbaren Bratwürstchen über die Bühne marschierten, gab es Würstchen im Brötchen und einen regen Austausch über die fantastischen Figuren. Dass alle die echten Personen hinter den Rollen kannten machte die Vorstellung um so lustiger - eine seltene Gelegenheit, um Lehrkräfte einmal außerhalb ihrer alltäglichen Rolle zu sehen. Es wurde viel gelacht, applaudiert und mitgeklatscht. Nach einem gemeinsamen Tanz aller Figuren am Ende des Stückes explodierte die Aula in Standing Ovations, die minutenlang nicht aufhören wollten. Allen Beteiligten wurde strahlend gedankt, Blumen und Schokolade wurden verteilt, dann war es vorbei.

Die Eintrittsgelder des Stückes und zusätzliche Spenden werden an Hilfsbedürftige aus der Ukraine gespendet. Schon kurz nach Ende der Veranstaltung wurde klar: Einige Zitate aus diesem Meisterwerk werden uns in den kommenden Wochen noch begleitet. Aber: „Fragen Sie nicht!“

Text:  Marlene Hendler (EF)

 

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